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    Anleitungen8 Min. Lesezeit12. Juli 2026

    Was ist UGC? Einfacher Leitfaden zu User-Generated Content

    Was ist UGC? Einfacher Leitfaden zu User-Generated Content

    TL;DR: UGC (user-generated content) sind Inhalte – Fotos, Videos, Bewertungen oder Beiträge –, die von Nutzern und Creators erstellt werden, nicht von der Marke selbst, wodurch sie als authentischer und glaubwürdiger wahrgenommen werden.

    Wenn du nach einer Antwort auf die Frage „Was ist UGC" suchst, bist du hier genau richtig. Es ist eine der am häufigsten verwendeten Abkürzungen im digitalen Marketing und gleichzeitig ein Begriff, der oft mit anderen verwechselt wird. In diesem Leitfaden erklären wir Schritt für Schritt, was UGC ist, welche Arten es gibt, warum es so gut funktioniert und wie du es in der Praxis einsetzen kannst – selbst wenn du ein kleines, lokales Unternehmen führst.

    Was ist UGC eigentlich?

    TL;DR: UGC steht für user-generated content, also von Nutzern und Creators statt von der Marke erstellte Inhalte, deren größter Wert die Authentizität ist.

    UGC (engl. *user-generated content*) bedeutet auf Deutsch „von Nutzern erstellte Inhalte". Gemeint sind alle Materialien, die außerhalb der Marketingabteilung eines Unternehmens entstehen – erstellt von Kunden, Fans der Marke oder spezialisierten Content Creators.

    Ein klassisches Beispiel ist das Foto eines Gerichts, das ein Restaurantgast auf Instagram veröffentlicht und dabei das Lokal markiert. Aber auch ein Unboxing-Video, eine Google-Rezension, ein Forenkommentar oder ein kurzes Video, das zeigt, wie jemand einen Service nutzt, zählt zu UGC. Der gemeinsame Nenner ist immer derselbe: Der Inhalt stammt von einer echten Person und nicht aus einer polierten Werbekampagne.

    Genau diese „Unvollkommenheit" macht die Stärke von UGC aus. Konsumenten vertrauen perfekten, inszenierten Werbespots immer weniger, dafür aber umso mehr Menschen, die ihnen ähnlich sind. Ein mit dem Smartphone von einem gewöhnlichen Nutzer aufgenommener Inhalt baut oft mehr Vertrauen auf als ein professioneller Werbespot.

    Arten von UGC-Inhalten

    TL;DR: UGC lässt sich vor allem in spontane Kundeninhalte und bei Creators in Auftrag gegebene Inhalte unterteilen, wobei die Formate Fotos, Videos, Bewertungen und Social-Media-Beiträge umfassen.

    UGC ist nicht einheitlich. Es lohnt sich, mehrere Hauptkategorien zu unterscheiden, da davon die Art der Beschaffung und Nutzung der Inhalte abhängt.

    Nach Herkunft:

    • Spontanes UGC — entsteht von selbst, wenn ein zufriedener Kunde aus eigener Initiative ein Foto, Video oder eine Bewertung veröffentlicht. Du hast keine Kontrolle über Qualität oder Zeitpunkt, aber es ist völlig natürlich.
    • Beauftragtes UGC — wird im Auftrag von UGC-Creators erstellt, die sich darauf spezialisiert haben, authentisch wirkendes Material für Marken zu produzieren. Du hast Einfluss auf Format, Botschaft und Termin.

    Nach Format:

    • Fotos von Produkten, Innenräumen, Gerichten oder Ergebnissen einer Dienstleistung.
    • Kurze Videos (Reels, TikTok, Shorts), die das Produkt in Gebrauch zeigen.
    • Textbasierte Bewertungen und Meinungen (Google, Portale, Shops).
    • Beiträge und Stories mit Markenverlinkung.
    • Testimonials, also ehrliche Aussagen zufriedener Kunden.

    Eine gut geplante Strategie kombiniert oft mehrere dieser Formen — zum Beispiel sammelst du spontane Meinungen und beauftragst gleichzeitig Creators mit der Aufnahme von Videos, die du später in Werbeanzeigen nutzt.

    UGC vs. Influencer-Marketing und Markeninhalte

    TL;DR: UGC konzentriert sich auf die Authentizität des Inhalts und das Nutzungsrecht daran, während Influencer-Marketing vor allem die Reichweite des Creators kauft und Markeninhalte eine professionelle Eigenproduktion sind.

    Eines der häufigsten Missverständnisse ist es, UGC mit Influencer-Marketing gleichzusetzen. Das ist nicht dasselbe, auch wenn beide Begriffe die Zusammenarbeit mit Creators betreffen. Die folgende Tabelle ordnet die Unterschiede.

    MerkmalUGCInfluencer-MarketingMarkeninhalte
    Wer erstelltKunden oder UGC-CreatorsInfluencer mit eigenem PublikumMarketingabteilung / Agentur
    HauptzielAuthentischer Inhalt zur NutzungErreichen des Publikums des CreatorsKonsistente, professionelle Botschaft
    Wo veröffentlichtKanäle der Marke, AnzeigenProfil des InfluencersKanäle der Marke
    StilNatürlich, „alltäglich"Persönlich, an den Creator angepasstPoliert, ausgefeilt
    KostenNiedrig oder TauschmodellMeist höher (Reichweite)Hoch (Produktion)

    Kurz gesagt: Beim Influencer-Marketing zahlst du vor allem für die Reichweite und Glaubwürdigkeit einer bestimmten Person gegenüber ihren Followern. Bei UGC steht der Inhalt selbst im Vordergrund – der Creator kann ein kleines Profil haben, produziert aber Material, das du in deinen eigenen Kanälen, in bezahlten Anzeigen oder auf der Produktseite veröffentlichst.

    Immer häufiger kombinieren Marken beide Ansätze. Das Tauschmodell — bei dem der Creator ein Produkt oder eine Dienstleistung im Austausch für Inhalte erhält — ist besonders bei lokalen Unternehmen beliebt. Nach diesem Prinzip funktioniert zum Beispiel die Plattform CreatorPass, die lokale Unternehmen mit verifizierten Creators verbindet.

    Warum UGC so gut funktioniert

    TL;DR: UGC funktioniert, weil es durch Social Proof Vertrauen aufbaut, günstiger als klassische Produktion ist und eine große Menge an vielfältigen Inhalten zum Testen liefert.

    Die Wirksamkeit von UGC beruht nicht auf Magie, sondern auf einfacher Kaufpsychologie. Hier sind die wichtigsten Gründe, warum Marken darauf zurückgreifen.

    Authentizität und Social Proof. Wenn wir sehen, dass andere Menschen ein Produkt nutzen und zufrieden sind, fällt uns die Entscheidung leichter. UGC wirkt wie eine digitale Empfehlung eines Bekannten.

    Geringere Kosten. Ein professionelles Fotoshooting oder eine Videoproduktion kann teuer sein. UGC ermöglicht eine große Menge an Material bei deutlich geringerem Budget, besonders im Tauschmodell.

    Skalierung und Vielfalt. Statt eines einzigen ausgefeilten Spots kannst du ein Dutzend verschiedener Videos und Fotos haben. Das ist beim Testen von Anzeigen von unschätzbarem Wert — mehr Kreationen bedeuten mehr Chancen, den Geschmack der Zielgruppe zu treffen.

    Frische Inhalte. Social-Media-Algorithmen belohnen regelmäßige, natürliche Veröffentlichungen. UGC hilft dabei, einen konstanten Materialfluss aufrechtzuerhalten, ohne das Team auszubrennen.

    Bessere Anzeigenergebnisse. Inhalte, die wie gewöhnliche Beiträge wirken, erzielen oft höheres Engagement als klassische Werbung, weil sie weniger nach Werbung und mehr nach Empfehlung aussehen.

    Wie du UGC im Unternehmen einzusetzen beginnst

    TL;DR: Beginne damit, Kunden zum Teilen von Inhalten zu ermutigen, gehe dann Kooperationen mit UGC-Creators ein und achte immer auf die Zustimmung zur Nutzung des Materials.

    Zu wissen, was UGC ist, ist eine Sache — wichtiger ist, wie man es in die Praxis umsetzt. Hier ist ein praktischer Weg.

    1. Ermutige Kunden, Inhalte zu erstellen. Bitte darum, die Marke zu markieren, erstelle einen einfachen Hashtag, sorge für ein „instagramtaugliches" Ambiente oder eine ansprechende Produktpräsentation. Manchmal reicht eine freundliche Bitte und ein kleiner Anreiz.
    1. Sammle und ordne Bewertungen. Meinungen auf Google und in Social-Media-Profilen zählen ebenfalls zu UGC. Reagiere darauf und zeige die besten in deinen Kanälen.
    1. Gehe Kooperationen mit UGC-Creators ein. Wenn du bestimmte Formate benötigst, vereinbare mit Creators die Erstellung von Material. Das Tauschmodell — Produkt oder Besuch im Austausch für Inhalte — eignet sich oft ideal für Restaurants, Hotels, Beauty-Salons oder Fitnessstudios. Plattformen wie CreatorPass erleichtern das Finden verifizierter Creators in deiner Region.
    1. Hole immer die Zustimmung ein. Bevor du fremde Inhalte veröffentlichst, stelle sicher, dass du dafür eine Erlaubnis hast. Bei der Zusammenarbeit mit Creators regele dies vertraglich, einschließlich der Nutzung in bezahlten Anzeigen.
    1. Nutze Inhalte mehrfach. Ein gutes Video kannst du organisch veröffentlichen, zu einer Anzeige umarbeiten, auf der Website platzieren und im Newsletter versenden.
    1. Miss die Ergebnisse. Prüfe, welche Inhalte Engagement und Umsatz bringen, und entscheide auf dieser Grundlage, worin du weiter investierst.

    Die häufigsten Fehler bei der Arbeit mit UGC

    TL;DR: Die häufigsten Fehler sind die Veröffentlichung von Inhalten ohne Zustimmung, übermäßiges „Aufpolieren" von Material sowie das Fehlen eines klaren Briefings für Creators.

    UGC wirkt einfach, aber einige Fallstricke können die Ergebnisse zunichtemachen. Erstens — die Veröffentlichung von Inhalten ohne Zustimmung des Urhebers. Das ist nicht nur ein rechtliches Risiko, sondern auch ein Vertrauensverlust. Zweitens — übermäßiges Nachbearbeiten und Verfeinern von Material, sodass es nicht mehr natürlich wirkt und damit seinen größten Vorteil verliert.

    Ein weiterer Fehler ist das Fehlen eines Briefings. Auch wenn dir Authentizität wichtig ist, sollte der Creator wissen, welche zentralen Elemente er zeigen und welche Botschaft er vermitteln soll. Ein zu starres Skript tötet die Natürlichkeit, ein völliges Fehlen davon führt zu Material, das nicht den Erwartungen entspricht — der goldene Mittelweg sind klare Vorgaben bei gleichzeitiger kreativer Freiheit.

    Schließlich — UGC als einmalige Aktion zu behandeln. Den größten Wert bringt ein regelmäßiger Zufluss von Inhalten und der Aufbau langfristiger Beziehungen zu Creators und der Kundengemeinschaft.

    Jetzt, da du weißt, was UGC bedeutet und wie es funktioniert, kannst du von Nutzern erstellte Inhalte bewusst in deine Strategie einbinden — egal, ob du ein Café, ein Hotel oder einen Onlineshop betreibst.

    FAQ

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